CASE - Kaiserslautern Center for Advanced Spin Engineering
Am 28.01.2011 fand in den Tagungsräumen des Fritz-Walter-Stadions in Kaiserslautern ein großer Workshop des CASE-Verbundes mit WissenschaftlerInnen, Studierenden und externen Experten aus Kaiserslautern und Mainz statt. Bei dem äußerst ergiebigen Workshop wurden die wissenschaftlichen Konzepte von CASE breit diskutiert und weiter präzisiert, sowie die strukturellen Rahmenbedingungen eines erfolgreichen Clusters (z.B. Konzepte zur Förderung von Nachwuchs-
wissenschaftlerInnen und Technologietransfer) abgesteckt.
Der CASE Verbund (Kaiserslautern Center for Advanced Spin Engineering) hat es sich zum Ziel gesetzt, in der zweiten Programmphase der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder einen Antrag als Exzellenzcluster zu stellen, ein Vorantrag wurde dazu von der TU Kaiserslautern im August 2010 bei der DFG eingereicht. Als Mitantragsteller sind die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und das Max-Planck-Institut für Polymerforschung, ebenfalls aus Mainz, eingebunden.
Das zentrale Forschungsthema von CASE, das Spin Engineering, umfasst Methoden zur Präparation, Manipulation und Charakterisierung von Quantenzuständen von Spinsystemen. Der Spin ist eine fundamentale Eigenschaft von Atomen, die sowohl die atomare Wechselwirkung und damit die Chemie vieler Stoffe bestimmt, wie auch als kollektives Phänomen die Grundlage für das Auftreten von Magnetismus bildet. Beim Spin Engineering werden insbesondere anwendungsrelevante neuartige Materialien mit einbezogen, wie z.B. magnetische Schichtstrukturen und Nanopartikel. Spin Engineering bildet damit eine ausgezeichnete Verknüpfung von Grundlagenforschung mit bahnbrechenden technologischen Anwendungen. CASE fügt das kollektive Fachwissen auf dem Gebiet von Spin Engineering von Forschungsgruppen aus der Physik, der Chemie sowie aus dem Maschinenbau und der Verfahrenstechnik zu einem Netzwerk zusammen.